Elon Musk will Tesla von der Börse nehmen

Der Chef des Tesla-Konzerns Elon Musk will mit seinem Unternehmen nicht mehr an der Börse tätig sein. Durch eine Rundmail gab eine Mitarbeiterin am Abend des Dienstags dies bekannt, es sei der beste Weg in die Zukunft.

Das von dem Elektronikkonzern veröffentlichte Schreiben ist das Ergebnis des großen Drucks der Finanzmarktwelt. Durch seine Aktivitäten auf der Social Media Plattform Twitter hat der Chef des Unternehmens ein Börsenchaos entfacht. Aufgrund dessen wurde der Handel der Aktien sogar für eine Zeit eingestellt.

Stockfoto-ID: 153427508 Copyright: Nadege/Bigstockphoto.com

Kehrt Tesla der Börse den Rücken?
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Angefangen hat alles mit einem Artikel, der im kostenpflichtigen Teil der Financial Times veröffentlicht wurde. Hier wurde berichtet, dass Saudi-Arabien mit Fonds des Staates eine Beteiligung bei Tesla erkauft hat. Saudi Arabien soll zwischen 3 bis 5 Prozent des Unternehmens gehören. Sollte diese Nachricht der Wahrheit entsprechend, wäre Saudi-Arabien Teil der acht größten Anteilseigner des Tesla-Unternehmens.

An der Börse sorgte diese Nachricht für ein wahres Hoch der Aktie, sie stieg um rund zehn Prozentpunkte an. Den Finanzanlegern gefiel die Nachricht offensichtlich, da Tesla in der Vergangenheit Verluste machte und kaum über Reserven verfügt.

Den Höhepunkt fand die Geschichte allerdings im Tweet auf der Plattform Twitter des Firmenchefs Elon Musk. Dieser gab an in Erwägung zu ziehen, das Unternehmen gänzlich von der Börse auszuschließen. Finanziell würde dies kein Problem darstellen.

Die Reaktion auf den Tweet war erstaunlich. Das Volumen der Transaktionen und des Kurses der Aktie stiegen ins Unermessliche. Daraufhin musste der Handel mit der Aktie für einige Zeit komplett gestoppt werden. Einige Zeit später nach diesem mysteriösen Tweet bestätigte der Unternehmenschef seine Aussage noch einmal in einer E-Mail. Die genauen Details hierzu blieben allerdings weiterhin unklar. Besonders, woher das Unternehmen das Kapital für den Rückzug vom Aktienmarkt nehmen möchte. Ein Argument für den Rückzug ist, die große Ablenkung, die durch die Unruhen am Aktienmarkt, entsteht.

Der Geschäftsführer des Tesla-Konzerns ist dafür bekannt, öfter Mal aufzufallen. Mit Druck ist Elon Musk schon in der Vergangenheit des Öfteren ungewöhnlich umgegangen. Bei einem Interview nach Bekanntgabe der Unternehmensergebnisse nannte er die Fragen, die ihm daraufhin gestellt wurde, langweilig und uncool. Für diese Aussagen entschuldigte er sich zwar später, dennoch scheint er mit Kritik nicht sonderlich souverän umgehen zu können.

Da Tesla in der Vergangenheit eigentlich nur profitiert hat von seinem Gang an die Börse, werden die jüngsten Aussagen und Pläne von Insidern sehr kritisch bewertet.

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