Neue Onlineplattform Checkrobin: Jeder kann Postbote spielen

Der Transportdient von Hannes Jagerhofer möchte Autofahrer, natürlich gegen Bezahlung, dazu animieren, dass sie die freien Plätze in ihren Fahrzeugen für Zustelldienste nutzen.

Der mobile Zustelldienst

Es mag eine ungewöhnliche Idee sein – aber dafür ist der Event Profi und Veranstalter von Beach Volleyball in Kärnten bekannt. Hannes Jagerhofer hat in den letzten Jahren verstanden, wie er Pressearbeit dermaßen inszenieren muss, dass sie auch tatsächlich ins Rampenlicht rücken. So auch die neueste Forderung, die er mit seinen Geschäftspartnern – Attila Dogudan von Do & Co sowie Niki Lauda – präsentierte.

Denn Jagerhofer kann sich vorstellen, dass sehr wohl ein Transportdienst mit dem Namen Checkrobin ins Leben gerufen wird, welches als Onlineplattform den Zustelldienst verändern könnte. Die Präsentation fand im Wiener Haas Haus statt und sorgte für verwirrte Gesichter bei den anwesenden Personen. Denn diese Forderung hätte man nicht einmal Jagerhofer zugetraut.

Eine interessante Idee

Insgesamt spricht Jagerhofer mit seiner Forderung rund 50.000 Autofahrer an, welche nicht voll besetzt mit ihrem Fahrzeug unterwegs sind und die Strecke Kärnten – Wien befahren. Eine sinnvolle Idee wäre es – so für Jagerhofer und seine Geschäftspartner – den freien Platz als Ladefläche zu verwenden und Postbote zu spielen. So sollte Checkrobin ein Netzwerk werden, mit welchem Waren transportiert werden können.

Natürlich gegen Bezahlung. So sollte ein „Fahrtkostenzuschuss“ zwischen 12 und 25 Euro für den „Postboten“ möglich sein. Eine Provision von 2,89 Euro würde an Checkrobin gehen. Das Ladegut, welches transportiert bzw. chauffiert werden sollte, könnte vom vergessenen Wohnungsschlüssel bis zum Sofa reichen.

Eine Tankstelle in Guntramsdorf als Geburtsort

Die Idee von Checkrobin habe Jagerhofer schon länger gehabt. „Eine Blitzidee“, so der Event Profi, „welche ich auf einer Tankstelle hatte“. Eine Tankstelle in Guntramsdorf sei also der Geburtsort von Checkrobin gewesen. Denn dort seien „dutzende Kärntner Autofahrer gewesen, welche beinahe leer gefahren sind.

Die Umsetzung wäre jedoch vor drei Jahren noch nicht möglich gewesen“, so Jagerhofer. Vor allem wäre es der Siegeszug der Smartphones, der Checkrobin möglich machen würde. Die Entwicklungszeit von 10 Monaten und eine Monat als Testphase habe bewiesen, so Jagerhofer weiter, dass „es nun an der Zeit wäre“. Das mobile App könnte nun an den Start gehen.

Bereits im September wird Checkrobin veröffentlicht werden und die Route Wien nach Kärnten und umgekehrt anzeigen. Eine Expansion nach Deutschland ist möglich. Die Kosten für Checkrobin lägen derzeit im „mittleren sechsstelligen Bereich“, so Jagerhofer. Lauda und Dogudan halten bei Checkrobin 14 Prozent bzw. 12 Prozent Anteile.

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