SIGNA Prime holt 150 Millionen Euro frisches Geld vom Kapitalmarkt

In diesem November hat die SIGNA Holding von Immobilienunternehmer René Benko eine Anleihe von über 150 Millionen Euro mit Kupon von 4,5 % ausgegeben und sich damit frisches Geld vom Kapitalmarkt geholt.

Die zehnjährige Anleihe der SIGNA Holding Tochterfirma SIGNA Prime Capital ist mit einer Garantie der SIGNA Prime Selection AG ausgestattet, Lead Manager der Operation ist die Raiffeisen Bank International. Die Anleihe wurde in 750 Schuldverschreibungen mit einem Nennwert von 200.000 Euro gestückelt. Der Bond richtet sich an institutionelle Investoren.

SIGNA kauft eigene Anteile auf
Allerdings konnte die Anleihe nicht in ihrem gesamten Umfang am Markt platziert werden. Rund 30 Millionen Euro wurden von der Vienna Insurance Group und Uniqa gezeichnet. Die restlichen 90 Millionen wurden von der SIGNA Holding GmbH selbst aufgekauft. Laut SIGNA Gruppe deshalb, um die Anleihen einer späteren Vermarktung zuzuführen. Allerdings ist der Coup laut Stimmen aus Branchenkreisen eher ungewöhnlich – normalerweise werden jene Anteile, die nicht platziert werden können, von Banken aufgekauft, die sie künftig zu kleineren Stückelungen wieder verkaufen.

Flaute am Kapitalmarkt
Grund für den Kauf könnte auch die derzeit schwierige Lage am Kapitalmarkt sein – die Nachfrage gestaltet sich aktuell recht flau. Dies könnte – so wird von Experten vermutet – auch an der relativ niedrigen Verzinsung liegen. Das von SIGNA zum Anlass der Kapitalauffrischung herausgegebene Börsenblatt verspricht allerdings rosige Zeiten: Allein für den Mietvertrag des Hotels Park Hyatt, das derzeit im „Goldenen Quartier“ in der Innenstadt von Wien entsteht, erwartet René Benkos SIGNA Mieteinnahmen von 6,5 Millionen Euro pro Jahr. Auch der Verfassungsgerichtshof wirkt künftig in SIGNA-Quartieren logieren: Er ist in das Kunstforum Am Hof übersiedelt – für eine Jahresmiete von 4,3 Millionen Euro.

Die SIGNA Holding
Die SIGNA Prime ist Teil der SIGNA Gruppe, die von CEO René Benko geleitet wird. Die SIGNA Gruppe wurde im Jahr 2000 – ebenfalls von René Benko gegründet – und gliedert sich in folgende Geschäftsgruppen:

-SIGNA Prime Selection: Christoph Stadlhuber, Marcus Mühlberger, Bernd M. Manchen
-SIGNA Development: Franz Peter Orasch, Kord Schmülling
-SIGNA Property Funds: Frank Tölle, Michael Wilke
-SIGNA Real Estate Capital: Sebastian Greinacher, Wolfram Keil, Hans Redl
-SIGNA Real Estate Advisory: Michael Morgenroth, Patrick Züchner

Die SIGNA Holding verfügt über ein Investitions- und Immobilienvolumen von 4,5 Milliarden Euro und ist Österreichs größter Immobilieninvestor. Schon früh hat sich der Tiroler Jungunternehmer René Benko mit seiner SIGNA Holding auf Objekte in besten Innenstadtlagen spezialisiert und diese Strategie konsequent weiterverfolgt. Dabei operiert die Gruppe inzwischen sowohl in Österreich und Deutschland als auch in Italien, Luxemburg und anderen Ländern. Innerhalb weniger Jahre stiegen René Benko und die SIGNA zum Immobilieninvestor europäischen Formats auf.

SIGNA Holding – Daten und Fakten
-größtes privates Immobilienunternehmen Österreichs
-im Jahr 2000 von René Benko gegründet
-150 Mitarbeiter
-Standorte in Innsbruck, Wien, München, Düsseldorf, Luxemburg
-Gesellschafter: René Benko und George Economou
-Immobilien- und Investitionsvermögen von 4,5 Milliarden Euro
-2010 und 2011: Jeweils Investitionen von 1 Milliarde Euro in Projekte
-Eigenkapitalquote von 50 %

Die SIGNA Prime Gruppe
Die SIGNA Prime verfügt wiederum ebenfalls über mehrere Tochterunternehmen – sie bilden zusammen mit der SIGNA Prime die SIGNA Prime Gruppe. Anteilseigner der SIGNA Prime Gruppe ist zu 65 % die SIGNA Holding und zu 35 % die Laura Privatstiftung. Zu den Tochterunternehmen der Gruppe gehört z.B.:
-SIGNA Prime Assets GmbH (Sitz der Gesellschaft in Wien)
-Maria-Theresien-Straße Grundverwertung GmbH (Innsbruck)
-Renngasse 2 Immobilien GmbH (Wien)
-Am Hof 3 Immobilien GmbH (Wien)

Bestandsimmobilien der SIGNA Prime
Die Signa Prime hält einige der wertvollsten Bestandsimmobilien Österreichs mit schwindelerregenden Marktwerten:
-Kunstforum Wien – 117,6 Millionen Euro Marktwert
-Kärntnerstraße 11, Wien – 70,4 Mio. Euro
-Am Hof, Wien – 227,6 Mio. Euro
-Meinl am Graben, Wien – 45,0 Mio. Euro
-Generali Tower, Wien – 68,9 Mio. Euro
-Kaufhaus Tyrol, Innsbruck – 245,5 Mio. Euro

Insgesamt erstrecken sich die Bestandsimmobilien der SIGNA Prime über knapp 90.000 Quadratmeter, der Marktwert beläuft sich auf 774,4 Mio. Euro. Allein mit der Miete des Kaufhauses Tyrol erwirtschaftet die SIGNA Prime knapp 12 Millionen Euro im Jahr.

Das „Goldene Quartier“ in Wien
Aktuell hat die SIGNA Holding ganze 450 Millionen Euro in das „Goldene Quartier“ in der Wiener Innenstadt investiert. Dort entstehen nun Luxus-Boutiquen italienischer Modelabels wie beispielsweise Prada, Miu Miu oder Emporio Armani, großzügige Penthouse-Wohnungen und das neue Luxushotel Park Hyatt. Die ersten Shops haben nun im November 2012 eröffnet, und auch der Verkauf der Wohnungen in der Nobelmeile hat begonnen. Der Quadratmeterpreis wurde allerdings nicht verraten.

Der Immobilieninvestor René Benko
Der Unternehmer René Benko, der am 20. Mai in Innsbruck geboren wurde, gründete bereits in jungen Jahren sein erstes Unternehmen. Dabei ist die Biographie des etablierten Immobilieninvestors durchaus nicht gewöhnlich: Mit 17 verließ er die Schule und konzentrierte sich ganz auf das Unternehmertum. Seinen ersten großen Coup landete er mit den Gesundheits- und Ärztezentren, die er mit 22 gemeinsam mit dem Tankstellen-Erben Karl Kovarik gründete. Heute gehört René Benko zu den etablierten Unternehmern des Landes. Im vergangenen Jahr wurde er vom Wirtschaftsmagazin „Trend“ zum „Mann des Jahres“ gekürt.

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